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Gedanken zum 1. Fastensonntag | „Frei werden"

Heilig Geist Burghausen HDB am 09.03.2025

Info Icon Foto: Sabine Rahm

Ein Mensch fragt: „Kommt die Auferstehung vor oder nach dem Tod?“ Gott antwortet: „Ja!“

Wenn Sie jetzt stut­zen und nach­denk­lich wer­den, ist das Ziel schon erreicht. Auf­er­ste­hung vor dem Tod, wie ist das gemeint? 

Unser Leben ist dar­auf aus­ge­rich­tet, bei Gott zu sein – ganz, voll­kom­men, heil. Dar­auf bewe­gen wir uns zu, das ist Auf­er­ste­hung. Und wir erle­ben oft genug, dass es jetzt nicht so ist. Weder ich selbst, noch mei­ne Umge­bung und schon gar nicht die gro­ße wei­te Welt ist ganz, voll­kom­men und heil. 

Trotz­dem bleibt das der Ziel­punkt. Die­ses Ziel bewusst in den Blick neh­men, dazu ist die Fas­ten­zeit eine gute Zeit. Sie lädt uns ein, acht­sam zu wer­den für das, was dem Heil-sein ent­ge­gen­steht. Und mich dar­in zu üben die­se Hin­der­nis­se bei­sei­te zu räu­men, nach mei­nen Mög­lich­kei­ten. Das muss nicht alles auf ein­mal sein, es kom­men immer wie­der güns­ti­ge Gele­gen­hei­ten, es kommt jedes Jahr wie­der eine Fastenzeit. 

  • Was darf ich los­las­sen um mehr Leben­dig­keit und Leich­tig­keit zu gewinnen? 
  • Was hin­dert mich dar­an, zur Ruhe zu kom­men und was davon kann ich weglassen? 
  • Was will ich ver­än­dern, um Got­tes lie­ben­der Gegen­wart mehr Raum zu lassen? 
  • Wie kann ich dazu bei­tra­gen, dass auch ande­re zu mehr Leben­dig­keit und Leich­tig­keit gelan­gen können? 

So ist der Weg hin zur Fei­er der Auf­er­ste­hung eine Zeit der Frei­heit, des Freiwerdens. 

Frei­lich ist das auch müh­sam und anstren­gend. Zunächst braucht es einen rea­lis­ti­schen Blick auf das, was ist. Und dann eine Neu­aus­rich­tung oder zumin­dest eine klei­ne Kurs­kor­rek­tur. Jesus kann uns bei der Ori­en­tie­rung hel­fen. Er hat Leben­dig­keit, Gerech­tig­keit und Frie­den für alle Men­schen immer im Blick gehabt. Dabei muss­te er auch gegen lebens­feind­li­che Ten­den­zen ankämp­fen, wovon unter ande­rem die Schrift­stel­le von der Ver­su­chung Jesu berich­tet, die wir am 1. Fas­ten­sonn­tag hören (Lk 4, 1 – 13).

Unnö­ti­gen Bal­last abwer­fen, um mit Leich­tig­keit und Ver­trau­en dem Ziel Auf­er­ste­hung – der völ­li­gen Nähe zu Gott – ent­ge­gen­zu­ge­hen. Die­se Aus­rich­tung schenkt wah­re Frei­heit. Der Schrift­stel­ler und Pries­ter Hein­rich Spae­mann drückt es so aus: Was wir im Auge haben, das prägt uns, dahin­ein wer­den wir ver­wan­delt. Und wir kom­men, wohin wir schauen.”

Bri­git­ta Neckermann-Lipp

Brigitta
Neckermann-Lipp

Leitung Referat Exerzitien und Spiritualität, Referentin im Haus der Begegnung Heilig Geist

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