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Gedanken zum Gründonnerstag | "…damit auch ihr so handelt,

Heilig Geist Burghausen HDB am 18.04.2025

Info Icon Foto: Rebekka Redinger-Kneißl

...wie ich an Euch gehandelt habe." Plötzlich ist Jesus weg – niemand kann ihn finden. Jemand sagt, er wurde von Soldaten abgeholt und zu Pilatus gebracht. – So eine Szene aus der Fernsehserie „The Chosen“, die Serie erzählt das Leben Jesu.

Jesus wur­de von Sol­da­ten abge­holt und die Jün­ger gera­ten in Panik. Sie beneh­men sich wie auf­ge­scheuch­te Hüh­ner, reden durch­ein­an­der, sie strei­ten ob und was sie jetzt unter­neh­men sol­len, einer weint … es herrscht Chaos. 

Da kommt Jesus zurück. Wo er war und was Pila­tus von ihm woll­te, wird er gefragt. Er woll­te nur reden“, ant­wor­tet Jesus. Und dann, als er sieht, wie auf­ge­löst sei­ne Anhän­ger und Anhän­ge­rin­nen sind, sagt er den Satz, wegen dem mir die­se Sze­ne im Gedächt­nis geblie­ben ist: Ich habe euch doch gesagt, wenn ich nicht mehr da bin, sollt ihr ein­fach wei­ter­ma­chen, so wie wir es bis­her gemacht haben. Han­delt wei­ter in mei­nem Sin­ne, bis ich wiederkomme.“ 

Ich habe euch ein Bei­spiel gege­ben, damit auch ihr so han­delt, wie ich an euch gehan­delt habe“, haben wir gera­de am Ende des Evan­ge­li­ums gehört. 

Nein, wir wer­den auch in die­sem Got­tes­dienst kei­ne Fuß­wa­schung durchführen. 

Wei­ter­füh­ren­der fin­de ich Über­le­gun­gen, was die­ses Füße­wa­schen für uns im All­tag bedeu­te­ten kann. Die­se Gedan­ken sind nicht abge­schlos­sen, son­dern laden zum eige­nen Wei­ter­den­ken ein:

1. Dienen statt dominieren

Das kann ganz prak­tisch heißen:

  • Zuhö­ren, wenn jemand es gera­de braucht – auch wenn ich müde bin.
  • Nach­ge­ben, wo ich eigent­lich recht habe, aber Frie­den wich­ti­ger ist.
  • Bereit sein, auch unschein­ba­re oder unan­ge­neh­me Auf­ga­ben zu übernehmen.

2. Einander mit Respekt und liebevoll begegnen

Jesus, der Sohn Got­tes, kniet sich vor sei­ne Jün­ger. Im All­tag kann das bedeuten:

  • Nicht von oben her­ab reden.
  • Ande­re ernst neh­men, auch wenn sie ganz anders sind.
  • Auch denen Respekt zei­gen, die sonst oft über­se­hen werden.

3. Reinigung im übertragenen Sinn

Manch­mal heißt Füße waschen auch:

Ver­ge­ben – sich und anderen.

Viel­leicht jeman­den, der mich ver­letzt hat. Oder auch mir selbst, wenn ich etwas bereue. 
Sich den Groll von der See­le waschen“ – das passt ganz gut als Bild.

4. Raum schaffen für neue Schritte

Nach dem Füße­wa­schen geht man mit sau­be­ren Füßen wei­ter.
Was brau­che ich, um einen fri­schen Schritt zu machen? 

Was darf ich zurück­las­sen? — Das kann bedeu­ten, alte Mus­ter zu über­den­ken, neue Wege zu wagen, oder klei­ne Ver­än­de­run­gen zuzu­las­sen – im Den­ken, im Mit­ein­an­der, im Glauben.

Wenn man so will, ist das Füße­wa­schen eine Ein­la­dung, mit einem die­nen­den Her­zen durchs Leben zu gehen, ohne sich klein zu machen – son­dern gera­de dar­in groß zu sein. Das for­dert her­aus und ist manch­mal schwer – für die, die Jesus gefolgt sind zu ihrer Zeit und heu­te für uns. 

Letzt­lich führt es zu mehr Gemein­schaft, zu mehr Lebens­mög­lich­kei­ten für alle, zur Freu­de der Auf­er­ste­hung – für die, die Jesus gefolgt sind zu ihrer Zeit und heu­te für uns. 

Sich dar­an immer wie­der zu erin­nern, dazu hören wir die Erzäh­lung von der Fuß­wa­schung immer wieder. 

Damit es nicht nur ein den­ken­des, son­dern immer mehr ein täti­ges Erin­nern wird – bis Jesus Chris­tus wiederkommt.

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Wir helfen Ihnen gerne.

Brigitta
Neckermann-Lipp

Referentin im Haus der Begegnung HEILIG GEIST

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