Anderen ist gerade nicht zum Feiern zu Mute oder bezeichnen sich als Faschingsmuffel. Wie auch immer. Mitten in diese Zeit passt es gut, dass der große Menschenfreund Johannes Don Bosco heute seinen Gedenktag hat. „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“, dieser Satz lässt seine Lebenseinstellung erahnen. Er hat im 19. Jahrhundert im norditalienischen Piemont gelebt und dann besonders in Turin die erbärmliche Situation der Kinder und Jugendlichen gesehen. Bittere Armut, Kinderarbeit und keine Chance auf Bildung prägte diese Zeit. Man hätte angesichts dieser Not verzweifeln können. Viele werden weggesehen haben. Nicht so Don Bosco. „Fröhlich sein, Gutes tun“: er hat die Freude am Leben verbunden mit sozialer Verantwortung. So viel Gutes konnte geschehen. Er hat mit Fröhlichkeit einen Raum für Lernen, Fürsorge und Gemeinschaft geschaffen. „und die Spatzen pfeifen lassen“: er hat aus einer Haltung des Vertrauens gelebt und konnte angesichts von Situationen, die zum Verzweifeln sind, mit einer gewissen Gelassenheit agieren. Er wusste, dass es hinter Allem eine größere Wirklichkeit Gottes gibt, die den Menschen wie die Welt nicht ins Bodenlose fallen lässt.
Diese seine fröhliche Gelassenheit wirkte ansteckend. Viele schlossen sich Don Bosco an. Bis heute sind die Don Bosco Schwestern und Salesianer Don Bosco weltweit unterwegs und geben Kindern und Jugendlichen ihre Würde und eine neue Lebensperspektive.
Uns heute erinnert Don Bosco in Zeiten von Krisen und Stress, dass Menschlichkeit mit einfachen Gesten beginnt: einem Lächeln, einem offenen Ohr, einer konkreten Hilfe. Wie arm wäre unsere Gesellschaft ohne eine unkomplizierte Nachbarschaftshilfe oder all den Ehrenamtlichen, die ein Netzwerk bilden, damit möglichst viele sich am Leben freuen können. Und Don Bosco sagt uns, dass Fröhlichkeit kein rein oberflächliches Gefühl ist, sondern eine Haltung eines gläubigen Lebensvertrauens. Gutes tun wird so verstanden als spirituelle Praxis nach der Lebensmaxime der Christen „Gott und den Menschen zu lieben wie sich selbst“. Fangen wir doch gleich heute an mit einer Kleinigkeit, die „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ Wirklichkeit werden lässt. Es wird unser Leben leichter machen!
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Ludwig
Raischl
Theologischer Referent Haus der Begegnung HEILIG GEIST



