Sonntagsimpuls

Sonntagsgedanken | Sich leiten lassen

Heilig Geist Burghausen HDB am 15.03.2026

Info Icon Foto: Rebekka Redinger-Kneißl

Wie schön ist es nach den trüben und kalten Wintertagen das Gesicht in die Märzsonne zu halten und sich von ihren stärker werdenden Strahlen erwärmen zu lassen. Wie wichtig ist es beim Arbeiten ein helles Licht zu haben - ob draußen oder in der Küche oder beim Nähen oder am Schreibtisch oder … . 

Wir Men­schen brau­chen das Licht. 
Dar­auf geht Jesus in der Erzäh­lung von der Blin­den­hei­lung ein. Jesus kennt unser Bedürf­nis nach Licht. Und fast unver­mit­telt sagt er: Ich bin das Licht der Welt! Mit die­ser Selbst­aus­sa­ge will Jesus unse­ren Blick len­ken und uns hel­fen, die Welt im rech­ten Licht sehen zu kön­nen. Immer wie­der pas­siert es uns Men­schen, dass wir etwas oder jeman­den über­se­hen. Manch­mal sind wir wie blind. Nicht ange­nehm ist es, wenn uns jemand mehr oder weni­ger freund­lich zuruft: Bist du blind! 
Was kön­nen wir von Jesus ler­nen? Beim genau­en Hin­schau­en fällt auf, dass anfangs Jesus der Akti­ve ist. Er ist unter­wegs und beim Vor­über­ge­hen sieht er den Blin­den. Er über­sieht den Mann nicht, der abseits und in einer hoff­nungs­lo­sen Situa­ti­on ist. Der Blin­de mit sei­nem Han­di­cap ist immer zu lang­sam. In die­se aus­weg­lo­se Lage kommt Jesus dazu. Er sieht, er erklärt auf Nach­fra­ge, er han­delt und er heilt. Das gött­li­che Licht bringt den Blin­den zum Sehen. Die­ses Licht erfasst den Bedürf­ti­gen und wen­det die Not. Erst jetzt ist der Blin­de am Zug. Auf Jesu Anwei­sung geht er zum Teich Schi­loach, wäscht sich und kann sehen. Inter­es­sant ist, dass der Teich mit Namen genannt und vom Evan­ge­lis­ten über­setzt wird: der Gesand­te. Das muss eine Bedeu­tung haben! Seit den Tagen der frü­hen Kir­che wird die­ses Evan­ge­li­um in der Tauf­vor­be­rei­tung ver­wen­det. Wir wer­den dar­auf hin­ge­wie­sen, dass wir als Getauf­te auch Gesand­te sind. Wir sind hin­ein­ge­sandt in die Orte, in denen wir leben und arbei­ten. Als Chris­tin­nen und Chris­ten haben wir eine Mis­si­on, das gött­li­che Licht — das uns sel­ber erhellt — durch uns leuch­ten zu las­sen. In die­se Auf­ga­be dür­fen wir hin­ein­wach­sen. Auch der Geheil­te muss bei der ers­ten Anfra­ge sagen: ich weiß es nicht. Erst spä­ter kann er Aus­kunft geben, wer Jesus ist: er ist ein Pro­phet, er hat mich geheilt. 
Zwei tröst­li­che Gedan­ken vom Evan­ge­li­um dür­fen wir als Getauf­te und Gesand­te mit­neh­men in die nächs­te Zeit. Ers­tens: Jesus, in dem uns das gött­li­che Licht ent­ge­gen­leuch­tet, ist zuerst am Werk. Zwei­tens: Wir sind Gesand­te. Auf die­sem Weg dür­fen wir in unse­re Auf­ga­be hin­ein­wach­sen, ein Leben lang. Wir müs­sen nicht gleich Alles wis­sen. Mit der Zeit und Erfah­run­gen auf dem Lebens- und Glau­bens­weg erge­ben sich neue Erkennt­nis­se, die uns auf Fra­gen Ant­wor­ten fin­den las­sen. Beglei­ten kann uns dabei die Bit­te, auch beim Gesicht in die Son­ne hal­ten: Sen­de dein Licht und dei­ne Wahr­heit, damit sie mich lei­ten” (Psalm 43,3)

Lud­wig Rai­schl, Haus der Begeg­nung HEI­LIG GEIST
 

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